Was haben wir letzte Woche noch im Shirt geschwitzt als es hieß: umgraben, ackern, umgraben. Das lange Osterwochenende sollte Erholung bringen von den ganzen Zipperlein, die als Folge der körperlichen Arbeit unausweichlich waren. Das hat es auch – allerdings nicht nur das. Dieses Jahr hatten der April, der Osterhase, das Schicksal oder wer auch immer offenbar einfach keinen Bock. Hatten wir jetzt schon kurz Summer Vibes, ist es doch als ausgleichende Gerechtigkeit zu betrachten auch den Winter nochmals zu Wort kommen zu lassen. Und das sah gestern dann so aus:
Nun ja, der schließlich abtauende Schnee hat das Baugebiet anschließend mal wieder in eine völlige Matschgrube verwandelt. Pfützen, Schlamm und schmutzige Schuhe waren im Großen und Ganzen das Ergebnis unseres Kontrollgangs. Doch halt! Die Verschalung der Bodenplatte war bereits entfernt und die Stützträger für die Außenwände waren ebenfalls schon angebracht. Und noch während wir da waren, wurden weitere Steine für unsere Baustelle angeliefert. Das heißt, sie sollten angeliefert werden. Und sie sind jetzt auch da – so halb – zumindest ein bisschen.. Aber von vorn: naturgemäß ist so ein Neubaugebiet, an dem gefühlt bereits an jeder Ecke fleißig gebaut wird, Kräne und Abzäunungen stehen, eine fahrerische Herausforderung für alle Lkw, die dort Baustoffe anliefern sollen. Nun denkt sich unser Lkw Fahrer aber offenbar: „Nee, mijn jong – tu isch mir net an!“ Und nimmt mal lieber die Abkürzung direkt übers Feld zur Zielbaustelle. Mit der Folge, dass sich aufgrund des Tauwetters und des gemeinen, völlig vollgesogenen Lehmbodens der Lkw im tiefsten Matsch festfährt und nicht mehr wegkommt. Der kleinliche Nörgler könnte jetzt natürlich einwenden, dass ein Lkw Fahrer – der ein großes Fahrzeug mit Paletten voller Steine, eine riesengroße visuell gut wahrnehmbare Matschepampe vor sich sieht und einen Einweiser hat, der ihm sagt: Idee nix gut!!! – auch von Natur aus ein bisschen selbst denken können sollte. Aber was soll ich sagen: das Ende vom Lied ist, die Steine werden mitten auf dem Feld abgeladen in der Hoffnung, dann aus dem Schlamm rauszukommen. Das war die Theorie – in der Praxis hatte sich das Fahrzeug dann auch ohne Ladung etwa sieben Meter weiter festgefahren. In der Zeit hat dann das Aprilwetter auch wieder voll zugeschlagen und die eben noch scheinende Sonne war wieder einem stürmischen Schneegestöber gewichen. Wir haben uns dann erst mal vom Acker gemacht, auch uns war kalt und usselig. Bei einer späteren Kontrolle waren die Steine dann immer noch auf dem Feld, der Lkw aber weg. Nun sind wir gespannt, wie die Steine die restlichen 15 Meter zu unserer Baustelle zurücklegen. So mitten im Matsch, auf Paletten und ohne Transportmöglichkeit. Ich berichte sobald sich da eine neue Erkenntnis auftut.
War das Wetter gestern schon – wie sagt man politisch korrekt? – örgs! So war es dann heute einfach mal örgs hoch drei! Mehr Steine als gestern da, mehr Schnee aber leider auch. 10 cm Neuschnee! Wer denkt sich so was aus, nachdem noch vor sechs Tagen 23 Grad waren? Und die Schlammwaterei von gestern war dann heute auch eigentlich nur noch in Gummistiefeln machbar. Netterweise waren die Jungs von der Baufirma schon da gewesen und hatte die Bodenplatte vom Schnee freigeräumt. Denn laut Wetterbericht soll es morgen trocken sein und Plusgrade geben und der Plan ist, dann mit dem Rohbau zu beginnen. Na dann: Bis morgen also!!!





