Garten

Das Haus steht zwar noch nicht, aber wir machen uns natürlich trotzdem schon die ersten Gedanken, was da mal mit unserem Garten so werden soll. Hinter unserem Grundstück wird es einen Kindergarten geben (lila Stern). Über uns wird ein Mehrfamilienhaus (grüner Stern), links von uns ein Doppelhaus (blauer Stern) und unter uns ein weiteres Einfamilienhaus (schwarzer Stern) entstehen, welches aber durch unsere Garage abgetrennt und somit nicht von Belang ist.

Es stellen sich damit einige Fragen, die es zu klären gilt. Da es für Kindergärten spezielle Vorschriften zur Einzäunung gibt, wie ich in einem sehr unterhaltsamen Gespräch mit dem zuständigen Planer der Stadt Herzogenrath erfahren durfte, brauchen wir also für diese Seite keinen eigenen Zaun aufstellen. Das Mehrfamilienhaus wurde an einen Investor verkauft und trotz meiner Bemühungen habe ich es bisher nicht geschafft, einen Ansprechpartner herauszufinden. Nun ist es zwar allgemein so, dass bei neugebauten Mehrfamilienhäusern ebenfalls eine Einzäunung des Grundstücks erfolgt. Aber das hätte ich dann eben doch gern in einem persönlichen Gespräch geklärt und bestätigt bekommen. Für das vor uns liegende Doppelhaus gilt dann natürlich dasselbe. Denn es ist ja durchaus eine Kostenfrage und für die Planung nicht unerheblich, an welchen Seiten des Grundstücks eine Einzäunung erfolgen soll. Da unser Haus aber noch nicht gebaut ist, ist diese Frage aber jetzt auch noch nicht zwingend zu klären und wir werden einfach sehen, was da so kommt.

Weitere Infos zum Thema Garten folgen also dann, wenn es so weit ist.

KW11: Nachdem die Tiefbauer mit den Erdarbeiten für unser Haus begonnen haben, hat sich schnell herausgestellt, dass auf unserem kompletten Grundstück fast nur Lehm- aber kaum Mutterboden vorhanden ist. Da Lehmboden kaum versickerungsfähig ist beziehungsweise Wasser nur bis zu einer bestimmten Menge aufnehmen kann und außer Unkraut auch fast nichts darauf wächst, haben wir uns dazu entschieden eine Tiefenlockerung bis in 60 cm Tiefe vorzunehmen. Danach haben wir die ersten 20 cm Lehmboden abtragen und wegfahren lassen. Als Ersatz haben wir reine Muttererde zum Aufbau genommen und diese noch mit einer weiteren Schicht feinstem Sand verstärkt. In Eigenleistung werden wir Sand und Mutterboden mit einer Gartenfräse vermischen und unterheben. Bis zur eigentlichen Fertigstellung des Gartens wird dieser mit Düngelupinen und kleinen Wiesenblumen versorgt.

KW13: Es ist die erste Woche der Osterferien. Stefan hat Urlaub und die Kinder sind ausgelagert. Temperaturen um die 20 bis 24 Grad. Genug Zeit und Wetter den ersten Teil des Gartenprojekts in Angriff zu nehmen. Dieser Teil besteht darin, die aufgebrachte Sandschicht mit dem darunterliegenden Mutterboden zu vermengen. So einfach, wie wir uns das gedacht hatten, war es dann aber doch nicht. Wollten wir ursprünglich das Vermengen mit einer motorisierten Gartenhacke zuwege bringen, stellte sich ziemlich schnell heraus: ist nicht. Durch die unterschiedliche Konstistenz des Bodens mussten wir also mit dem Spaten vorarbeiten und erst danach kam die Motorhacke zum Einsatz. Erst dann haben wir die Lupinensamen ausgesät und eingeharkt. Welchen Kraftakt wir dafür leisten müssen, war uns da aber noch nicht klar. Deshalb bin ich erst heute, viele Blasen, Sonnenbrand sowie einiges an Kopf- und Muskelschmerzen später, überhaupt in der Lage, den Blog zu aktualisieren =) Aber auch der Opa und eines der Kinder waren da und haben in der hinteren Spitze des Gartens drei Speisekartoffeln eingepflanzt. So ist der Garten zwar nicht fertig, trägt aber vielleicht trotzdem in diesem Jahr bereits die ersten Früchte.

Wir haben an drei Tagen jeweils sechs Stunden gearbeitet. Ergebnis Tag 1:

Ergebnis Tag 2:

und schließlich Ergebnis Tag 3:

Wir haben also an drei Tagen etwa 300qm Garten bearbeitet. Den Rest neben dem Haus können wir noch nicht machen, weil da demnächst das Baugerüst fürs Haus stehen wird. Diese Fläche jetzt zu beackern macht keinen Sinn, wenn da sowieso wieder drüber gelaufen werden muss.

Update KW 15: Eine Inspektion der umgegrabenen Fläche hat ergeben, dass die Lupinensamen endlich keimen. Dann wird es hoffentlich bald grün 🙂

es grünt so grün.. (KW19)