Nach nun mehr fast drei Wochen im eigenen Heim ist es immer noch nicht ruhiger bei uns geworden. Entgegen unserer Hoffnungen kommen gefühlt immer mehr Dinge dazu, als wir abhaken können. Das letzte Wochenende waren wir dann auch zu einem Familientreffen in Weimar eingeladen. So dass auch da an weiteres Auspacken von Kisten, dem Einräumen von Sachen, Anbringen von Lampen etc. nicht zu denken war. Jetzt könnte man natürlich sagen, das habt ihr euch ja selbst so ausgesucht. Warum fahrt ihr weg, wenn es doch noch so viel zu tun gibt? Aber man muss eben auch Prioritäten setzen. Lampen aufhängen kann ich auch später noch, aber wer weiß schon, wie viele Gelegenheiten es noch gibt, Zeit mit den Eltern und anderen Verwandten zu verbringen? Wir werden schließlich alle nicht jünger. Also bleiben die Sachen eben liegen.
Aber das nun so ganz und gar nichts passiert ist, stimmt nun auch nicht. Es ist eben nur so, dass das Haus noch immer nicht komplett fertig ist – bautechnisch gesehen. Und es wäre doch schön, wenn jetzt mal eben nur noch unser Scheiß übrig bleiben würde. Es fehlen noch immer die Absturzsicherungen an den oberen Fenstern, ein Türrahmen und der Ersatz der defekten Rolllade im Büro und die Abdichtung der Fenster von außen. Wobei letzteres vielleicht jetzt am Samstag erledigt wird.
Aber nun ein kleiner Rückblick in die letzten beiden Wochen: Die Garage ist nun komplett fertig. Der Fliesenleger Nr. 1, den wir dafür privat bezahlt haben, hat die Garage fertig gefliest. Die restliche Reihe Fliesen unter dem Garagentor und auch die Sockel sind dran und drauf 😛 . Fugen Wolle war auch da und hat noch fleißig abgedichtet und anschließend war auch der Elektriker da und hat das Garagentor an den Strom gehängt und auch die Garagenlampen montiert. Da hat er so geflucht. Die Röhren sind in der Anbringung nämlich mal richtig bescheiden und Stefan war total froh, dass er das nicht selber machen mussste.


Unser GaLa Bauer ist ein total netter Jung` 😉 und auch verdammt fleißig für so einen „Ein Mann Betrieb“. Er ackert wirklich von Früh bis Spät und mit einer Sorgfalt, dass es echt auf keine Kuhhaut passt. Wenn das am Ende alles so geil wird, wie es sich jetzt erahnen lässt, bin ich nicht böse, dass wir diesem Jungunternehmer eine Chance gegeben haben.









Unser Treppengeländer und die Handläufe haben sich allerdings erst in dieser Woche eingefunden. Lieferverzögerungen und danach die Coronainfektion des Metallbauers haben das Ganze nach hinten geschoben. In dieser Woche sollte eigentlich auch auch unsere Couch kommern, nachdem wir ja schon zwei Wochen länger warten als angedacht. Auf eine erneute Nachfrage meinerseits heißt es nun, der neue Liefertermin wäre in KW 21. Also noch zwei Wochen auf den Gartenstühlen hocken 🙁 Der Vogel von zweitem Metallbauer, welcher die Absturzsicherungen machen soll, schiebt immer weiter fleißig nach hinten. Einen Montagetermin habe ich immer noch nicht. Vollhonk!



Unseren Maler, der bei uns ziemlich gute Arbeit abgeliefert hat, habe ich unseren direkten neuen Nachbarn empfohlen und da hat er den Auftrag auch bekommen. Dafür hatte er dann direkt angeboten, wenn wir noch irgendwas haben für ihn, kommt er rüber und macht das mal eben. Das habe ich dann auch umgehend in Anspruch genommen. Denn über der zuletzt eingebauten Zimmertür im Erdgeschoss musste noch eine größere Lücke verspachtelt und anschließend gestrichen werden. Auch die nachträglich gemachten Sockel der Fliesen um diese Tür mussten noch eine Acrylfuge mit Farbe bekommen. Nun ist das also auch erledigt. Dann hatten wir diese Woche zwei Firmen für ein Angebot einer Terrassenüberdachung bzw. eines Sommergartens hier.
Die erste Firma Heim & Haus hat bei uns keinen guten Eindruck hinterlassen. Die wollen eine Menge Asche, aber so richtig alles aus einer Hand hat man bei denen trotzdem nicht. Und dass der Verkäufer die korrekten Abmessungen seiner Produkte nicht richtig kennt und einem dann auch noch das extra teure Zeug aufschwatzen will, obwohl es gleichwertige günstigere Alternativen gibt – das hat bei uns mal so gar nicht BOOM gemacht. Die zweite Firma, ein regionales Metallbauunternehmen mit Spezialisierung auf Wintergärten, Terrassen und Ähnliches hat sich dagegen sehr gut präsentiert. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir auch hier mit einer hohen Summe rechnen müssen. Aber hier haben wir am Ende alles aus einer Hand. Mit einer geprüften Statik, was durchaus nicht unwichtig ist. Noch haben wir das Angebot nicht, aber wenn es akzeptabel ist, dann wird wohl diese Firma den Auftrag erhalten.
So, und neben dem Zeug läuft jetzt auch hier der Alltag weiter. Neben der Arbeit, Schule und den Vereinsaktivitäten versuchen wir nach Feierabend noch Schränke fertig aufzubauen, weitere Lampen anzuhängen, Sachen zu bestellen, die wir noch gar nicht haben aber brauchen usw. Wir versuchen die Eingewöhnung der Kinder zu erleichtern, laden deshalb alte und neue Spielgefährten zu uns ein, auch wenn die Umzugsbaustelle noch längst nicht fertig ist. So haben wir aber auch schon Anschluss an die Eltern der neuen Spielgefährten gefunden und sind am Samstag dort zum Grillen eingeladen. Bei Wurst und Bier geht doch eben auch alles viel einfacher 😉
Für Morgen habe ich noch ein weiteres Mal einen Transporter gemietet – allerdings zwei Nummern kleiner als für den Umzug – und damit will ich dann den Garageninhalt des alten Hauses in unsere neue Garage umsiedeln. Das muss alles morgen geschafft werden, denn Abends muss das gute Teil schon wieder abgegeben werden. Für kommenden Dienstag steht dann auch der Spermüll fürs alte Haus an und abends treffen wir uns dann ein letztes Mal mit unseren Vermietern zur endgültigen Übergabe des Hauses. Wenn das erledigt ist, haben wir unter das Kapitel Übach wirklich einen Schlussstrich gezogen.
Am Montag steht auch noch ein Gespräch mit unserer Baufirma und der Immobilienfirma an, die unser Haus geplant und die Kosten kalkuliert hat. Die haben sich nämlich eklatant verkalkuliert, was die Zusatzkosten für unsere Extras (Kamin, Klimaanlagen etc.) angeht. Man wollte es sich da erst ziemlich einfach machen und hat uns einfach eine Rechnung über 25.000,-€ geschickt, der ich umgehend widersprochen habe. Da wir aber bei der Planung damals schon nachgefragt hatten, ob diese Kosten alle in dem uns genannten Preis inbegriffen sind und uns dies auch schriftlich bestätigen lassen haben, sind wir nun eigentlich ziemlich fein raus aus der Nummer. Das Problem besteht somit nun zwischen der Immo- und der Baufirma. Des guten Willens wegen werden wir uns aber mit an den Tisch setzen und schauen, wie es jetzt weitergehen soll. Denn für unsere Rumänen ist das natürlich eine bittere Pille und wir wollen den natürlich auch nicht den Todesstoß versetzen. Es wird sicher.. naja, mal mindestens interessant, denn wir lassen uns den Schuh natürlich nicht anziehen!
Ansonsten haben wir aktuell richtig schönes Maiwetter um die 20 Grad und mit ganz viel Sonne. Die Klimaanlagen sind eine richtig coole Sache und haben schon die ersten Durchgänge hinter sich. Unser neues Haus ist wirklich super. Und wenn wir denn – so Gott will – irgendwann mit Haus und Außenanlagen wirklich fertig sind, werden wir es genießen bis zum umfallen 😉